Das Karussell Quintett

Das Quintett um die beiden Macher des Jazzkarussels Eva Kurowski und Dirk Balthaus wird verstärkt durch den Programmmacher von Hömma, Peter Baumgärtner. Die drei alten Hasen präsentieren sich mit den beiden jungen Löwen Caris Hermes und Joëll Wilson. Gespielt wird swingende, groovende Jazzmusik mit einem Schuss Latin aus dem großen amerikanischen Songbook.

Caris Hermes, b | Joëll Wilson, sax
Eva Kurowski, voc | Dirk Balthaus, p
Peter Baumgärtner, dr

 

Foto Zbiginiew Lewandowski

Kurze Biografien

Caris Hermes

Die Kontrabassistin Caris Hermes ist inzwischen ein gefragter Sideman der deutschen Jazzszene.
Sie ist mehrfache Preisträgerin des landesweiten Wettbewerbes „Jugend jazzt“ und gewann
außerdem Preise, wie den WDR-Jazzpreis (Jjo NRW), den Sparda-Jazzaward, sowie den Haestens
Jazzaward.
Die Bassistin absolvierte sowohl ein Jungstudium als auch den Studiengang „Bachelor of
Performing Artist Jazz Kontrabass“ an der Folkwang Universität der Künste Essen.
Caris war Mitglied des Landesjugendjazzorchesters NRW und spielte seitdem außerdem in der
WDR-Bigband, dem Glenn Miller Jazzorchester und anderen namenhaften Besetzungen.
Ein paar CD-Produktionen, an denen Sie beteiligt war sind u.a. die „Guarani-Suite“ von Gabriel
Perez, mit dem Gastsolisten Chris Potter, sowie der CD „Back To Trad“ des Pascal Bartoszak
Quartetts.
Die Kontrabassistin spielte u.a. mit vielen Namenhaften Künstlern wie, Luciano Biondini, Marcio
Doctor, Steffen Schorn, Dennis Rowland, Denis Gäbel, Allan Skidmore, Afra Mussawisade, Heiner
Wiberny, Bruno Castellui, Glauco Venier, Uli Beckerhoff, Paul Heller, Shannon Barnett, Martin
Sasse, Ack van Rooyen, Frank Haunschild, Ansgar Striepens, Stefan Pfeifer, Frederik Köster, Peter
O´Mara, Ludwig Nuss, Christ Potter, Fay Claassen, Anke Helfrich, Gordon Campbell, Dave
`O`Higgins, Axel Fischbacher, Roland Peil, Dick Oatts, Gary Dial, Klaus Osterloh und vielen
weiteren Musikern, der nationalen und internationalen Jazzszene.


Joëll Wilson

Joell Wilson, 19 Jahre alt, spielt seit ca. 10 Jahren Saxophon. Er besucht das Junior Jazz College, eine studienvorbereitende Ausbildung des Konservatoriums Amsterdam. Mit Peter Guidi’s Jazz Focus Big Band unternahm er kürzlich eine Reise nach New York und nahm dort mit dieser Band eine Cd auf. Weiterhin spielt er mit seinem eigenen Quintett und hat eine Band mit seinem Vater und Bruder, die regelmäßig auftritt. Mit seinem Quintett gewann Joell 2012 den ersten Preis bei dem in den Niederlanden renommierten „Princess Christina Concours“.

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Peter Baumgärtner

Der gebürtige „Schwarzwälder“ aus St.Georgen, geb. am 11.02.1958 lebt seit mehr als 34 Jahren in NRW.

In die Landeshauptstadt zog es ihn durch ein Engagement im Düsseldorfer „Kommödchen“. Dort war er 3 Jahre festes Ensemblemitglied und arbeitete u.a. mit Lore Lorentz, Thomas Freitag, Harald Schmidt, Michael Quast u.v.a. zusammen. Außerdem war er Drummer der Europaproduktion des Musicals „Hair„, begleitete große Varietékünstler im Tigerpalast Frankfurt und begleitete Produktionen im Schillertheater NRW und am Düsseldorfer Schauspielhaus.

Nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann studierte er an der Swiss Jazz School bei Billy Brooks. Er ist ein sehr erfahrener Musiker und arbeitete u.a. mit Silvia Droste, Kristin Korb (USA), Jon Davis (USA) , Stefan Bauer, Bernie Senensky, Jack van Poll, John Goldsby ( WDR Big Band), Lydia van Dam, Matthias Nadolny, André Nendza, Jörg Siebenhaar, Martin Wind, John Marshall (WDR Big Band), Peter Weniger, Axel Fischbacher, Dieter Greifenberg, Peter Fessler, Klaus Osterloh ( WDR Big Band), Joachim Schönecker , Christoph Grab, Norbert Gottschalk, Martin Sasse, Henning Gailing, Greetje Kauffeld, Rolf Römer, Brenda Boykin, Stefan Werni, Sabine Kühlich, Inga Lühning, Manfred Billmann, Gerd Dudek, Konstantin Wienstroer, Marcus Wienstroer, u.v.a. zusammen. Zahlreiche CD – TV – Funkproduktionen dokumentieren dies. Aktuell im Dezember 2 WDR Hörfunk Mitschnitte.

Er war bis Mai 2011 für 12 Jahre verantwortlich für die Programmgestaltung in der Jazzschmiede Düsseldorf und eines der Gründungsmitglieder des Vereins „Jazz in Düsseldorf e.V.“ Seit 2004 ist er auch im Vorstand des Vereins. Im Jahr 2002/2003 war er außerdem Leiter der Euroga Jazzband.

Seit 22 Jahren ist Peter Baumgärtner Mitinhaber der Event Firma Sensitive Colours und dort für die Organisation und Abwicklung von Firmenevents zuständig. (u.a. Evonik, Volksfürsorge, Siemens, PCC, Porsche, Microsoft). Parallel zu den Firmenevents hatte Peter Baumgärtner vor 22 Jahren die Idee in Hilden jährlich ein Jazzfestival zu veranstalten. Dieses Festival hat mittlerweile in der Festivallandschaft Deutschlands einen hervorragenden Ruf und ist fester Bestandteil des Jazzgeschehens in Deutschland. Der Name „Hildener Jazztage“ ist zur Marke geworden und für die Reputation der Stadt Hilden als Kunststadt mittlerweile von exorbitanter Bedeutung. (Termin 2017: 13. – 18. Juni) www.hildener-jazztage.d

Im Herbst 2008, 2009, 2010. 2011, 2012, 2014, 2015 veranstaltete die Firma Sensitive Colours erstmalig in Kooperation mit der Stadt Ratingen das Festival „Voices“. Das Festival findet vom 23. – 26. November 2017 wieder statt.


Eva Kurowski

Eva Kurowski erblickt 1965 das von der Stahlindustrie stark gedämpfte Licht des Ruhrgebiets. Doch sie kann sich damit versöhnen und hat eine aufregende Kindheit, denn sie wächst im Jazzkeller Blue Note in Oberhausen-Eisenheim  beim Trompete-, Flügelhorn- und Kontrabass-spielenden Grafiker und Vater Walter Kurowski “KURO” heran. Hier lernt sie die Jazzszene des Ruhrgebiets kennen. Eva ist immer dabei und widmet sich schließlich dem Jazzgesang.

Lee Konitz leitet dort Workshops, Helge Schneider improvisiert an diversen Instrumenten,  Peter Thoms-drums, Jochen Bosak-piano, Gerd Dudek-b, Reinhard Glöder-b, Reiner Witzel-sax, Paul Ulbrich-b, Heinz Oelmann-piano, Herbi Klinger-git, Stefan Werni-b, Peter Eisold-drums, Christoph Eidens-vib,  Martin Sasse-piano, Dirk Balthaus-piano, Georg Goebel-git, Dieter Stein-b, Mash Temme-drums, Kalle Becker-b, Hartmut Kracht-b, Norbert Hotz-b, und sehr viele weitere Musiker aus Deutschland und den Niederlanden treffen im Blue Note aufeinander.

1984 singt Eva in der frühen Helge Schneider-Show. Als prinzessinnenhafte Bühnenpartnerin interpretiert sie auf ihre Art die Helge-Lieder, die Schneider 1990 auf Vinyl als „Seine größten Erfolge“ veröffentlicht: Schneemann baun, Sei doch nicht so kleinlich, Liebe ist nicht peinlich, Nimms nicht so schwer, Rattapuff – ich bin verliebt, Paris, Paris …

Es kommen Tourneen zustande und man reist mit Helges damaliger Band, bestehend aus Dieter Stein am Kontrabass und Kalle Mews am Schlagzeug durchs Land. Uwe Lyko, alias Herbert Knebel ist mit von der Partie. Bei den späteren Helge-Shows begleiten Trommler Peter Thoms  und Jochen Bosak am Klavier. Eva singt 1987 die Titelmelodie zu Christoph Schlingensiefs Film „Mutters Maske“ und zu Helges Film „Stangenfieber“.

1991: Eva Kurowski ist in guter Hoffnung und schreibt ein eigenes Programm. Sie wird zur „Supermutter“ des deutschsprachigen Jazz, schreibt philosophische Lieder über das Dasein als Solche und präsentiert erstmals mit dem Pianisten Christian Brockmeier ihre eigenen Kompositionen und Texte. In dieser Zeit wird „Eva ihre Band“ gegründet, gemeinsam mit Martin Scholz am Kavier, Kalle Becker am Bass und Mike Gosen am Schlagzeug.

Seit 1996  Auftritte und Tourneen mit dem legendären Tim Isfort – Orchester:
Tim Isfort, Musiker, Produzent und Cineast aus unverborgener Leidenschaft, hat die Musik zum Album „Tim Isfort Orchester“ komponiert. Antek Krönung, Tom Liwa und Eva Kurowski schreiben die Texte. Eva singt auf diesem Album ihre Ballade “Reich ohne Geld” sowie  “Der erste Tag des Sommers” (T.: Tom Liwa, M.: Tim Isfort)

Für das aufwändige idealistische Projekt, mit einem 40 köpfigen Orchester auf Tour zu gehen, kann Tim Isfort außer Eva Kurowski und Tom Liwa noch „The Voice“ Christian Brückner, Schauspielerin Katharina Thalbach, Blixa Bargeld (Einstürzende Neubauten), Christian Junk und Sam Lee Brown (Hip-teens/Frank Pop) als Protagonisten gewinnen.

Aus zwei erfolgreichen Deutschlandtourneen und vielen Einzelkonzerten entsteht die zweite Live-CD „Apollo 18“.

2008:  Zur Eröffnung der 31. Duisburger Akzente singt Eva unter der musikalischen Leitung von Tim Isfort bei der Revue „Ich sehe was, was Du nicht siehst”. Weitere Mitwirkende: Irm Herrmann, Eva-Verena Müller, Lutz Görner; Trilok Gurtu sowie das Orchester der Duisburger Philharmoniker.

2010:  Zur Eröffnung der 33. Duisburger Akzente singt und spielt Eva mit den Schauspielern Frank Wickemann und Christian Brückner in Duisburg in der Ruhrort-Revue “Liebe, Sehnsucht, Ruhrort”. Musik und Geräusche zu alten Filmaufnahmen wurden inszeniert von der Tim-Isfort-Tonmaschine.

Mit dem Tim Isfort Orchester eröffnet sie das Programm der Kulturhauptstadt-2010-Ruhrgebiet auf Zeche Zollverein.

Video: Eröffnung Kulturhauptstadt Ruhrgebiet, Zeche Zollverein: Tim Isfort-Orchester und Eva Kurowski mit „Fahrstuhl“, (Musik Tim Isfort, Text und Melodie E.Kurowski)  » Video auf youtube anschauen

CD „Reich ohne Geld“

Mit ihren eigenen Jazz-Chansons und Balladen auf dem Album „Reich ohne Geld“ gelang es Eva Kurowski, sich einen Namen zu machen, der über die Jazzszene hinausragte. Produziert wurde sie von Helge Schneider mit H.C.Petzoldt am Flügel, Norbert Hotz am Kontrabass, Boris Bibl am Schlagzeug und natürlich mit Eva als Sängerin am Mikrofon. Das Album erschien 2002 bei Roofmusik. Die Zeit schrieb: „Eva Kurowski hat den Jazz proletarisiert!“

Eva Kurowski und ihre Band

2009 stellt Eva Kurowski mit Hartmut Kracht an der Gitarre, Norbert Hotz am Kontrabass und Mike Gosen am Schlagzeug ihr neues Trio zusammen.
Erste Ruhrgebietstourneen folgen. 2010 singt sie mit ihrer neuen Band bei dem Songfest von Popette Betancor in den Sopiensäälen in Berlin, beim Duisburger Traumzeitfestival und sie ist als Local-Hero in den Nachbarstädten unterwegs.

Seit 1997 unterrichtet Eva Gesang an der „Neuen Schule für Musik“ in Mülheim an der Ruhr. Sie leitet viele Workshops, inszeniert Theaterstücke, ist Chorleiterin und gibt auf Anfrage Gruppen- und Einzelunterricht in der Bohème-At

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Dirk Balthaus

Dirk ist 1965 in Oberhausen geboren und entdeckte mit 15 Jahren Jazz in Kuro’s Jazzkeller Blue Note. 1986 zog er in die Niederlande um am Konservatorium in Hilversum zu studieren. Nach seinem Studium zog Dirk nach Amsterdam, wo er seitdem lebt.

1994 formte er ein Quartett mit Bert Lochs (Trompete/Flügelhorn), Sven Schuster (Bass) und Steve Altenberg (Schlagzeug) und nahm seine erste CD ‚tales of the frog‘ auf. Es folgten mehr als 30 Cd Produktionen, u.a. „On Children’s Ground“ mit dem legendären John Engels am Schlagzeug.

Als festes Mitglied von Joan Reinder’s Millennium Jazz Orchestra begleitete er Jazzlegenden wie z.B. Benny Golson, The New York Voices, Lee Konitz und Frank Morgan. In kleineren Besetzungen spielte rmit Benny Baily, Dale Barlow, Herb Geller, Ben Herman, Jack Parnell, Bud Shank, Eric Vloeimans, Gerd Dudek, Ack van Rooyen, Bert Lochs u.v.a.

Aktuelle Bands und Cd’s:

Simone Honijk, Cd „From this moment on“ 2017
Eva Kurowski, Cd “For all we know” 2016
Braskiri, Cd “Killing the Mozzarella” 2015
Sietske, Cd “Where it starts again” 2014
Millennium Jazz Orchestra, CD “Safety Zone” 2014
Karen Vrijburg Group, CD “Listen to a stranger” 2014
Gerlo Hesselink 4-tet, Cd “Garden of stones” 2013
Lochs/Balthaus/Herskedal, Cd “Choices” 2012

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